Löwenzahn (Taraxacum offizinale)

Kennt jeder und ist überall zu finden. Löwenzahn gilt als „Ginseng des Westens“. Er ist ein Meister im Heilen.

Wirkung: Die Hauptwirkung des bitteren Löwenzahns liegt im Leber-Gallen-Bereich. Er gilt als wichtigstes Ausleitungsmittel zur Entgiftung über die Leber. Die Bitterstoffe regen die Gallenproduktion in der Leber an und fördern den Gallenabfluss. Das ist besonders spürbar bei Fettunverträglichkeit, Verdauungsstörungen und bei Müdigkeit. Nährstoffe werden besser aufgenommen, unter anderem Vitamin B12 und Eisen. Dadurch wird die Blutbildung angeregt. Ein super Mittel für Menschen die stets müde und antriebslos sind ! Die Bitterstoffe stärken die Herztätigkeit, kräftigen den gesamten Organismus und hellen die Stimmung auf.

Ernten: Im Frühjahr enthält die Wurzeln mehr Bitterstoffe, deshalb ernten Sie diese für einen Heiltee. Ansonsten die Blätter und Blüten.

Zubereitung von Tee: 1-2 Teelöffel /1,5-3g) getrocknete Blätter mit Wurzel mit 1 Tasse kaltem Wasser kurz aufkochen, nach 10 Minuten abgießen. Für eine Kur 4-6 Wochen lang 3 Tassen täglich.

Löwenzahnsalat: Löwenzahnblätter kann man als Gemüse oder Salat genießen, und die Knospen als blitzschnelle Gemüsebeilage. Entfernen Sie vorher die bitteren, dunkelgrünen Kelchblätter von den Blüten. Bereichern Sie den Salat mit fruchtigsten Beilagen (Äpfel, Bananen, Nüssen).

Für alle die selbst Sammeln und Trocknen, bitte beachten !

Sammeln Sie nicht dort, wo viele Spaziergänger ihren Hund Gassi führen, wo intensive Landwirtschaft betrieben wird und Pestizide zum Einsatz kommen. Gefährdete oder geschützte Pflanzen werden nicht gesammelt ! Halten Sie 500-800 Meter Abstand zum Straßenverkehr.

Beginnen Sie beim Sammeln mit wenigen Pflanzen, die Sie wirklich gut kennen. Suchen Sie sich einen Platz wo diese häufig und zahlreich vorkommen. Dadurch werden gleichzeitig viele schöne Plätze entdeckt, die sonst wahrscheinlich verborgen geblieben wären  Gesammelt sollten nur junge, saubere und gesunde Pflanzen. Diese nicht waschen vor dem trocknen, sonst schimmelt das ganze. Nur Wurzeln werden gewaschen vor dem trocknen.

Nie den ganzen Bestand mitnehmen, die Pflanze sollten ja eine Chance auf eine Vermehrung haben ! Am besten mit einer Schere Abschneiden.

Die Tageszeit der Ernte ist von Bedeutung, da der Wirkstoffgehalt der Pflanze schwankt.

Pflanzen mit ätherischen Ölen ernten Sie bei Blühbeginn oder bei Vollblüte kurz vor der Mittagszeit

Samen werden zur Mittagszeit gesammelt, da ist der Wirkstoffgehalt am besten.

Wurzeln ernten Sie am frühen Morgen, weil Nachts viele Wirkstoffe in die Wurzeln zurück fließen.

Getrocknet wird das ganze schön luftig ausgebreitet im Schatten. Das Trocknen entzieht den Blättern das Wasser und diese werden dadurch konserviert. Das heißt dann Droge. Droge ist altdeutsch und heißt „trocken“. Wurzeln werden der längs aufgeschnitten und zum trocknen aufgehängt.

Allgemeine Dosierung für Tees: Normalerweise nimmt man 1-2 Teelöffel pro Tasse (für 200ml) Diese Dosierung gilt für Erwachsene, bei Kindern halbiert sich die Dosierung. Bei Kleinkindern Vierteln. Dieser kann auf 2-3 Tassen pro Tag verteilt werden.

Die genaue Zubereitung wird in den einzelnen Artikeln zu den jeweiligen Pflanzen beschrieben.

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