Alternative Heilkunde, Schachtelhalm (Equisetum arvense)

In jedem Beitrag wird eine Heilpflanze beschrieben.

Zuerst mal eine kleine Einleitung über das Sammeln der Pflanzen, falls sie dies selbst machen.
Sammeln Sie nicht dort, wo viele Spaziergänger ihren Hund Gassi führen, wo intensive Landwirtschaft betrieben wird und Pestizide zum Einsatz kommen. Gefährdete oder geschützte Pflanzen werden nicht gesammelt ! Halten Sie 500-800 Meter Abstand zum Straßenverkehr.

Beginnen Sie beim Sammeln mit wenigen Pflanzen, die Sie wirklich gut kennen. Suchen Sie sich einen Platz wo diese häufig und zahlreich vorkommen. Dadurch werden gleichzeitig viele schöne Plätze entdeckt, die sonst wahrscheinlich verborgen geblieben wären 🙂 Gesammelt sollten nur junge, saubere und gesunde Pflanzen. Diese nicht waschen vor dem trocknen, sonst schimmelt das ganze. Nur Wurzeln werden gewaschen vor dem trocknen.

Nie den ganzen Bestand mitnehmen, die Pflanze sollten ja eine Chance auf eine Vermehrung haben ! Am besten mit einer Schere Abschneiden.

Die Tageszeit der Ernte ist von Bedeutung, da der Wirkstoffgehalt der Pflanze schwankt.

Pflanzen mit ätherischen Ölen ernten Sie bei Blühbeginn oder bei Vollblüte kurz vor der Mittagszeit

Samen werden zur Mittagszeit gesammelt, da ist der Wirkstoffgehalt am besten.

Wurzeln ernten Sie am frühen Morgen, weil Nachts viele Wirkstoffe in die Wurzeln zurück fließen.

Getrocknet wird das ganze schön luftig ausgebreitet im Schatten. Das Trocknen entzieht den Blättern das Wasser und diese werden dadurch konserviert. Das heißt dann Droge. Droge ist altdeutsch und heißt „trocken“. Wurzeln werden der längs aufgeschnitten und zum trocknen aufgehängt.

Allgemeine Dosierung für Tees: Normalerweise nimmt man 1-2 Teelöffel pro Tasse (für 200ml) Diese Dosierung gilt für Erwachsene, bei Kindern halbiert sich die Dosierung. Bei Kleinkindern Vierteln. Dieser kann auf 2-3 Tassen pro Tag verteilt werden.

Die genaue Zubereitung wird in den einzelnen Artikeln zu den jeweiligen Pflanzen beschrieben.

 

Heute nehmen wir den Schachtelhalm (Zinnkraut) unter die Lupe

Diesen wird den meisten in jedem Garten als lästiges und hartnäckiges Unkraut ein Begriff sein. Dieser hat aber auch seine positiven Seiten.

Ernte: Gesammelt wird dieser im Juni, Juli und zwar nur das obere Drittel. Ernten Sie nur Equisetum arvense, die anderen Schachtelhalme sind häufig von einem Pilz befallen, der gut durch braune Flecken zu erkennen ist.

Wirkung: Kieselsäure ist gut für Knoche, Knorpel, Bindegewebe, Nägel, Haut, Haare und aktiviert deren Stoffwechsel. Fördert die Vermehrung der weißen Blutkörperchen an. Regt die Nierentätigkeit an.

Zubereitung von Tee: 1 Esslöffel Schachtelhalm Kraut in 150ml Wasser 30 Minuten kochen, danach abgießen und trinken. Oder 5 Esslöffel über Nacht in 1l Wasser einweichen, am Tag darauf das eingeweichte Wasser 30min kochen, abgießen und trinken. Anwendung bei: Bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, Gicht und Rheuma. Chronischer Lungenerkrankungen. Osteoporose, Krampfaderleiden, Immunschwäche und Sodbrennen.

Tee für die äußere Anwendung: Zubereitung wie normaler Tee zu trinken. Tränken Sie damit einen Verband und legen diesen auf. 2-3 mal täglich. Anwendung bei: Chronische Ekzeme, Durchblutungsstörungen. Fördert den Heilungsprozess nach Knochenbrüchen. Schleimbeutelentzündung, vorbeugend für Haut, Nagel und Haarprobleme. Bei schlecht heilenden Wunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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